Kammerhofer AUF KUR – In der Presse

Klein & Kunst Online

Kammerhofer reloaded

Nach einem Kuraufenthalt hat Kammerhofer endlich wieder 30 % Körper im Fett und steigert dadurch seinen Attraktivitätsfaktor von 6 minus. Dass es zum Umdenken nie zu spät ist, untermauert nicht nur den Tiefgang im Stück, sondern bringt auch die Wandlung Kammerhofers zum Ausdruck. Er wirkt ruhiger, legt mehr Wert auf Dramaturgie, bleibt dem Dialekt treu und wirkt doch weniger jovial; quasi Kammerhofer reloaded. Vielleicht haben auch Regisseur Eugen Viktor sowie Co-Autor Toni Patak ihren Anteil daran, jedenfalls dürfte Düringers ungeschliffener Rohdiamant nun noch einmal ein paar Karat zugelegt haben.

Er schafft es in Kürze sein Herzinfarktrisiko zu minimieren: dank einer Mischung aus Sauerkraut, Most und Schlagobers mutiert der Nordic Walker zum Nordic Runner. Beim Schwimmen erkennt er, dass seine Badehose ursprünglich dieselbe Funktion wie die Metallklammer bei einer Knacker hat. Durchaus pointiert, doch etwas langatmig ist die Zuspielung, die auf das vielfältige Kurprogramm bis hin zum Dominastudio hinweist.

Seine stolze Opaschaft wird gleichermassen zur Schau gestellt wie sein Aufklärungsversuch über Farbstoffe und Geschmackverstärker – Hauptsache der erste Bub ist ein Kind und hoffentlich ist E620 in jedem Schweinsbraten. Wenn in der Kleinkunstszene immer davon gesprochen wird, dass viele Kabarettisten ihre wahre Größe erst beim zweiten Programm zeigen, kann man Walter Kammerhofer schon jetzt gratulieren. Die Wandlung vom Schenkelklopfer à la Löwingerbühne zum Schauspieler mit Hang zu skurriler Realsatire mit Lokalkolorit ist mit Bravour gelungen.

Dieter Rath für Klein&Kunst Online

 

Tips, 28.12.2006

ST. PETER/AU. Mitte März ist es soweit – nach „Andersrum“ präsentiert Walter Kammerhofer sein zweites Soloprogramm. Karten für die Premiere von „Kammerhofer auf Kur“ kann man sich ab Jänner sichern.

Begonnen hat alles am 20. Jänner 1966 – Walter Kammerhofer kam zur Welt und noch hatte niemand geahnt, dass er rund 40 Jahre später als Kabarettist mit Leib und Seele auf der Bühne steht. So richtig angefangen hat es dann im Jahr 2000. Als Mitglied der örtlichen Theatergruppe wollte Walter ein Theaterstück schreiben. Das Ergebnis: „Andersrum“. Am 20. April 2000 ging die Premiere über die Bühne und 680 Besucher strömten in die Carl Zeller Halle, um bei der Premiere live dabei zu sein.
Ursprünglich sollte das Programm nur einmal gespielt werden, schnell fand sich jedoch eine Fangemeinde und die Anfragen häuften sich. Walter entdeckte die Lust am Kabarett und das Publikum gab ihm die nötige Bestätigung. Rund 60 Aufführungen sprechen eine klare Sprache, „Andersrum“ entwickelte sich zu einem wahren Renner.

„Die Männer“ und ihr „Flotter Dreier“ – eine Erfolgsgeschichte

Als Mitglied des Trios „Die Männer“ stand Walter Kammerhofer gemeinsam mit Max Mayerhofer und Wolf Gruber unzählige Male auf der Bühne. Mehr als 100 Auftritte im ganzen Land zeugen von einem unglaublichen Erfolg. Beim „Flotten Dreier“ wird Walter auch weiterhin der Dritte im Bunde sein. „Die Männer“ starten bei der Ybbsiade 2007 mit ihrem neuen Programm „Zügellos“. Am 25. April werden sie somit erstmals in neuer Besetzung auftreten. „Die Männer“ Max und Wolf werden nun von Pianist Christian „Cheesy“ Schwarz begleitet.

Kammerhofer auf Kur

Im August 2006 begann die Arbeit für das neue Programm. Geschrieben wurde es gemeinsam mit Toni Bartak. Walter holte sich einen Profi ins Boot, da er mit der Rechtschreibung bereits seit der 1. Klasse nicht wirklich warm wurde. Eugen Victor, ein pensionierter Schauspiellehrer aus Linz, führt Regie. Man sieht, es wurden Nägel mit Köpfen gemacht und man darf sich bereits auf ein tolles Kabarettprogramm freuen.

Zum Stück

Es geht um einen gewissen Herrn Kammerhofer. Einen Herrn, der die Verantwortung für seine Gesundheit und seinen Körper gerne von sich schiebt. Angefangen hat alles mit einer harmlosen Vorsorgeuntersuchung. Als Resultat wurde er von seinem Hausarzt auf Kur geschickt. Bereits die Anreise in den Kurort verspricht beste Unterhaltung, begibt sich Kammerhofer doch mit der Bahn auf den Weg. Vom ersten Saunabesuch über die Bewegungstherapie bis hin zu wohltuenden Schlammpackungen spannt sich das Spektrum des neuen Programms. Zufällig entdeckt Kammerhofer in seinem Gesundheitsblatt, dass er extrem herzinfarktgefährdet ist, womit der ernste Hintergrund ins Spiel kommt. Während der Kur gelangt er zur Einsicht, endlich selbst Verantwortung zu übernehmen und sein Leben grundlegend zu ändern. Wir dürfen uns auf 105 Minuten Kabarettgenuss freuen, der zugleich zum Nachdenken anregt.

Zur Person

Walter ist halbtags bei den BMW Werken in Steyr tätig. Im gehobenen technischen Dienst düst er als Staplerfahrer durch die Hallen. Neben Kabarett und Job dreht sich alles um die Familie – mit vier Kids zwischen 9 und 18 Jahren ist es auch zu Hause immer amüsant. Anzeige „Kammerhofer auf Kur“ feiert am 17. März in St. Peter/Au Premiere

Tips, Markus Voss